Archiv der Kategorie: Online

Weiterbildung zum Thema Medien

weiterbildung.ch bietet im Medienbereich eine Zusammestellung geeigneter Weiterbildungsangebote an.

Es richtet sich an Personen, die in der Berufswelt mit Medienarbeit beauftragt sind. Angebot reicht von kürzeren Kursen bis zum CAS für professionelle Medienarbeit.

Für bestandene Journalistinnen und Journalisten bieten sich Kurse zur Themaktik SocialMedia an. Diese hat zunehmenden Einfluss auf die Medienarbeit. Auch hier besteht ein umfangreiches Kursangebot mit unterschiedlicher Ausprägung, einerseits mehr unter dem Aspekt der sozialen Kommunikation oder andererseits unter dem Aspekt Marketing.

Digitales Lesen über den Wolken – Lufthansa mit großem Angebot

Eine riesige Magazin- und Zeitungs-Auswahl, jederzeit verfügbar und nie vergriffen:
Lufthansa setzt beim Leseangebot für ihre Fluggäste auf eJournals. Ob Sport, Nachrichten oder Autos, ob Reise, Buntes, Musik oder Kulinarik – die Themenvielfalt der angebotenen Zeitschriften und Zeitungen ist groß. Aktuell stehen mehr als 250 digitale Titel, darunter auch einige für Kinder, in 18 Sprachen zur Wahl und sind für Lufthansa-Gäste schon drei Tage vor ihrem Flug jederzeit verfügbar. Das Angebot soll künftig noch ausgebaut werden.

Der Download des digitalen Lesematerials funktioniert ganz einfach: Mit der Eingabe des Buchungs­codes oder der Ticketnummer und des Namens auf lh.com/eJournals oder Zugriff über die Lufthansa-App können Lufthansa-Passagiere den oder die Lieblingstitel auswählen, herunterladen und auf dem eigenen elektroni­schen Gerät speichern. Die Lektüre steht ihnen auch nach Ende ihres Fluges als PDF-Datei unbegrenzt lange zur Verfügung.

Abhängig von der Buchungsklasse und dem Vielfliegerstatus stehen Lufthansa-Fluggästen ab drei Tage vor dem Flug und bis zum Reiseende zwischen einem und 20 digitale Exemplare pro Flug zum kostenlosen Download zur Verfügung. Zusätzlich können sie, weitere Digital-Zeitungen oder -Zeitschriften gegen eine Gebühr erwerben.

Lufthansa bietet mit der Umstellung auf digitales Lesematerial durch die wesentlich größere Bandbreite von Zeitungen und Magazinen in deutlich mehr Genres und Sprachen als bisher nicht nur ihren Fluggästen Vorteile sondern schont auch die Umwelt. Die eJournals sind nachhaltiger, da kein Papier, keine Druckfarben und keine Logistik für die Distribution benötigt werden. Die Reduzierung des Print-Lese­materials bedeutet zugleich weniger Gewicht an Bord und damit einen geringeren Kerosinverbrauch.

In den Lufthansa-Lounges und in der First-Class auf Langstreckenflügen ist nach wie vor das gewohnte, gedruckte  Lese­material zu finden. In der Business-Class auf Interkontinen­tal­­flügen werden auch weiterhin Magazine angeboten. Außerdem gibt es an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München sowie an den Flughäfen in Berlin, Stuttgart, Hamburg und Düsseldorf jeweils an mehreren zentralen Punkten ein Zeitungs-Angebot für alle Lufthansa-Fluggäste.

Bild: Lufthansa Bildarchiv, FRA CI/P

Kein qualitativ hochwertiger Service public ohne Radio- und Fernsehgebühren

eidgenossenschaftBern, 19.10.2016 – Der Bundesrat empfiehlt dem Parlament, die eidgenössische Volksinitiative „Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)“ abzulehnen. An seiner Sitzung vom 19. Oktober 2016 hat er die entsprechende Botschaft ans Parlament verabschiedet. Wie der Bundesrat am 17. Juni 2016 in seinem Bericht zur Überprüfung der Definition und der Leistungen des Service public dargelegt hat, braucht die Schweiz in allen Sprachregionen des Landes einen Service public in guter Qualität. Die Abschaffung der Gebühren würde dazu führen, dass die SRG und die privaten Veranstalter, die einen Teil davon erhalten, ihren Auftrag nicht mehr erfüllen können.

Gerade in einem kleinen, mehrsprachigen Land wie der Schweiz braucht es unabhängige und qualitativ hochwertige Informations-, Kultur-, Bildungs- und Unterhaltungsangebote für alle Bevölkerungsgruppen. Diese sind wichtig für das Funktionieren der direkten Demokratie und tragen massgeblich zur Integration aller gesellschaftlichen Gruppierungen (Sprachgemeinschaften, Menschen mit Sinnesbehinderungen, die verschiedenen Generationen, Personen mit Migrationshintergrund) bei, betont der Bundesrat in seiner Botschaft. Von der Annahme der Initiative wären die kleineren Sprachgemeinschaften besonders stark betroffen. Denn nur dank des SRG-internen Finanzausgleichs können heute in allen Amtssprachen gleichwertige Radio- und Fernsehprogramme produziert werden. Von den gesamten Einnahmen der SRG, die sich hauptsächlich aus Empfangsgebühren sowie aus Werbe- und Sponsoringeinnahmen zusammensetzen, stammen 24,5 % aus der Westschweiz, 4,5 % aus der italienischen Schweiz und der Rest aus der Deutschschweiz. Diese Mittel werden solidarisch auf die Sprachregionen aufgeteilt, sodass die französischsprachigen Sender der SRG davon 32,7 % und die italienischsprachigen 21,8 % erhalten.

Negative Auswirkungen der Annahme der Volksinitiative

Die Annahme der Volksinitiative zur Abschaffung der Radio- und Fernsehempfangsgebühren und der damit verbundenen Finanzierung von Radio und Fernsehen hätte nach Einschätzung des Bundesrates eine drastische Reduktion des Leistungsangebots der konzessionierten, bislang gebührenfinanzierten Radio- und Fernsehveranstalter zur Folge. Um weiterhin gute Programme anbieten zu können, sind die gebührenfinanzierten Veranstalter auf diese Einnahmen angewiesen. Heute wird die SRG etwa zu drei Vierteln über Gebühren finanziert, die privaten Lokalradios und regionalen Fernsehen bis zu zwei Dritteln. Da der Wegfall der Gebühreneinnahmen angesichts der Situation auf dem Werbemarkt nicht durch Werbeeinnahmen kompensiert werden könnte, müssten all diese Veranstalter massiv bei ihren Angeboten sparen. Zudem sind rein kommerzielle Radio- und Fernsehangebote aus wirtschaftlichen Gründen in der Regel unterhaltungsorientiert, zu Lasten von Information, Bildung und Kultur.

Vergleichbare Angebote in den Sprachregionen

Wie in der Schweiz wird der Service public im Medienbereich in den meisten europäischen Staaten mit öffentlichen Mitteln bzw. über Gebühren finanziert. Im Gegensatz zu diesen Staaten werden in der Schweiz jedoch drei vollwertige Programme in den Amtssprachen sowie teilweise auf Rätoromanisch produziert.

Der Bundesrat schlägt dem Parlament vor, die Vorlage ohne direkten Gegenentwurf und ohne indirekten Gegenvorschlag abzulehnen. Er ist überzeugt, dass die Schweiz auch künftig eigenständige, in allen Sprachregionen vergleichbare, qualitativ gute, unabhängige und einforderbare Radio- und Fernsehangebote braucht und dafür die entsprechenden öffentlichen finanziellen Mittel bereitgestellt werden müssen.

Nach dem Willen des Bundesrates sollen die bisherigen Radio- und Fernsehgebühren bis zum Wechsel auf das neue Abgabesystem, voraussichtlich im Jahr 2019, stabil bleiben. Der Bundesrat beabsichtigt zudem, mit dem Systemwechsel die Haushaltsabgabe auf unter 400 Franken festzulegen.

Gericht: ARD Tagesschau-App ist presseähnlich

Zeitungsverleger begrüßen Entscheidung des OLG Köln/ Keine Revision zugelassen

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) begrüßt die heutige Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Köln, wonach das nichtsendungsbezogene Angebot der ARD Tagesschau-App vom 15. Juni 2011 presseähnlich ist und damit gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstößt. Geklagt hatten acht Zeitungsverlage.

„Das Kölner OLG verpflichtet die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten mit diesem Urteil, sich künftig an den Rundfunkstaatsvertrag zu halten“, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff in Köln. Damit bestätige das Gericht eindrucksvoll den Willen des Gesetzgebers. Zwar sei es der ARD selbstverständlich unbenommen, eine Tagesschau-App anzubieten. Eine öffentlich-rechtliche Zeitung im Internet dürfe es aber nicht geben.
Zuvor hatte bereits der BGH entschieden, dass das Verbot der Presseähnlichkeit von nichtsendungsbezogenen öffentlich-rechtlichen Internetangeboten mit Blick auf jede einzelne Ausgabe zu beachten ist.

Die Bedeutung des heutigen Urteils reiche, so der BDZV, weit über das streitgegenständliche App-Angebot vom 15. Juni 2011 hinaus. „Mit neuen Nachrichten-Apps wie RBB24, BR24 oder ARDText haben die Landesrundfunkanstalten ihr Textangebot im Internet in einer Weise ausgeweitet, die mit der heutigen Entscheidung des OLG Köln unvereinbar ist“, erklärte Wolff. Im Vordergrund dieser Angebote stünden umfangreiche presseähnliche Textbeiträge ohne Sendungsbezug, die nicht nur gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstoßen, sondern einen gezielten Angriff auf die Vielfalt der Presselandschaft darstellen. „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nun in der Pflicht, sein Textangebot im Internet nachhaltig zurückzufahren“. Andernfalls seien, so Wolff, weitere Schritte unumgänglich.

Pietätloser Investigativ-Journalismus – Ringier bekommt die Quittung

Der Medienkonzern Ringier bekommt für seine Gier nach Meldungen, die gute Verkaufsargumente für die Titel liefern die Quittung. Investigativ-Journalismus potenziert mit Beiträgen von Passantinnen und Pasanten führt oftmals zu einem ungeniessbaren Informationsbrei.

Die von Heinz de Specht besungene Medienkritik an Ringier trifft den Nagel auf den Kopf.

MySports: Der neue Sportsender für die Schweiz

1363882085205Neuer Sender überträgt ab 2017 für fünf Saisons die Spiele der Schweizer Eishockey Ligen und der Nationalmannschaft

Mit dem Aufbau eines neuen Sportsenders kommt es zu einer fundamentalen Veränderung bei der Fernsehübertragung von Live-Sport in der Schweiz. MySports heisst der neue Sender, der aufgrund des Zuschlags der medialen Verwertungsrechte durch die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) an die UPC Schweiz GmbH ab der Saison 2017/2018 verbreitet wird. Der Sender bietet ab Sommer 2017 qualitativ hochwertige und innovative Live-Sport-Unterhaltung mit eigenen Redaktionen. Dank eines kombinierten Basic- und Premium-Modells und Partnern für die schweizweite Verbreitung, wie Quickline, net+ oder der Stadt Lausanne mit Citycable und weiteren Kommunikationsnetzen, welche zusammen mit UPC Mitglied beim Verband SUISSEDIGITAL sind, erhalten damit mehr als 3 Millionen Kunden Zugang zum Schweizer Eishockeysport. Durch die Rechtevergabe wird UPC Lizenz-Vertragspartner der Swiss Ice Hockey Federation.

„Dass die SIHF auf unsere Pläne vertraut und in uns den optimalen Partner für eine mehrjährige Verbreitung der Eishockeyspiele sieht, freut uns. Das bisherige System im Schweizer Live-Sport wird damit neu durchmischt, und dank MySports erhält der Schweizer Sport ein grösseres Publikum. Für UPC und unseren Branchenverband SUISSEDIGITAL ist das ein sehr wichtiger Moment, der uns sehr stolz macht. Wir starten eine neue Ära für den TV Sport und bringen frischen Wind in den Markt. Wir danken auch unseren Distributionspartnern für ihr Vertrauen in die MySports-Vision“, so Eric Tveter, CEO von UPC. „Wir freuen uns über das Bekenntnis von UPC zu unserem Sport. Einerseits hat uns das Distributionskonzept von UPC überzeugt, andererseits die geplante Umsetzung und die Berichterstattung. Die Hockeyfans und das Schweizer Eishockey sind die grossen Gewinner dieser neuen Partnerschaft“, so Florian Kohler, CEO der Swiss Ice Hockey Federation.

MySports kombiniert Basic- und Premium-Kanäle

„Der Sender wird in allen Regionen der Schweiz zu sehen sein und in drei Sprachen verbreitet. Der Mix aus einem Basic-Kanal, der in jedem Angebot enthalten ist, und mehreren Premium-Kanälen über Zusatzabonnemente macht MySports einzigartig. Der Basic-Kanal ist Teil jedes Grundangebots und kann ohne Zusatzkosten empfangen werden; das ist uns sehr wichtig“, so Roger Feiner, Vice President Content Strategy von UPC. „Zu Beginn starten wir mit dem Fokus auf Eishockey. Der Schweizer Eishockeysport hat eine grosse Strahlkraft, insbesondere ausserhalb grosser Zentren. Das passt zu unserer Philosophie, auch regional in eine Top-Versorgung mit unserem Breitband-Kommunikationsnetz zu investieren.

Das Potential für noch mehr Sport ist auf jeden Fall da. Wir wollen mit MySports zunächst Eishockey in der Schweiz auf das nächste Level heben; sehen den Sender in Zukunft aber auch als Plattform für andere Sportarten, die den Weg ins Fernsehen bislang nicht oder nur schwer gefunden haben.“

MySports möchte mit Live-Eishockey bei den Zuschauern ebenso punkten, wie durch kurzweilige Talks und sportnah sorgfältig recherchierte Hintergrundberichte zu Athleten, Taktik, Technik oder Material. Es wird neuartige Spiel-Analysen und Grafiken geben sowie spannende Kameraeinstellungen und Statistiken. Neu ist, dass neben allen NLA-Spielen und wöchentlichen NLB-Spielen auch Matches der Schweizer Herren- und Damen-A-Nationalmannschaft und sogar der U-20 Nationalmannschaft live angeboten werden. „Wir sind neuer Medienpartner für das Schweizer Eishockey – im Grossen und im Kleinen. Regionale Spiele (inkl. Swiss Regio League) bekommen ebenso Sendezeit wie das – dafür stehen gerade auch unsere Partner von SUISSEDIGITAL“, meint Feiner.

Im Basic-Kanal von MySports wird wöchentlich mindestens ein Live-Spiel der Schweizer Eishockeyliga zu sehen sein; ebenso Analysen und Studiogespräche. Mit Zusatzoptionen oder über On-Demand können sich sportbegeisterte Kunden in Form von Abonnements oder Einzelabrufen noch mehr Live-Unterhaltung in die Wohnzimmer holen – empfangbar über TV, Internet und Mobile; jederzeit und überall.

MySports wird für alle Kunden von UPC sowie seiner Verbreitungspartner auch mobil über Handy oder Tablet frei verfügbar sein. Bei UPC erfolgt dies im Internet über www.horizon.tv und die Horizon Go App. Die Preise für die Zusatzoptionen sind noch nicht festgelegt, es werden aber attraktive Endkundenpreise im Markt angestrebt. „Unsere nächsten Schritte sind jetzt der Aufbau des Senders und der eigenen Redaktionen in den drei Landessprachen sowie die Planung der neuen Studios in den Sprachregionen“, so Feiner abschliessend.

MySports steht für Live-Sport für möglichst viele Zuschauer

Im Hinblick auf die Neuvergabe der Rechte hat UPC bereits mit 14 Mitgliedern des Verbands SUISSEDIGITAL Verbreitungsverträge für MySports abgeschlossen und geht damit bei der Verbreitung von MySports für die Schweiz einen neuartigen Weg. Dies eröffnet dem Schweizer Sport eine neue und grössere Plattform als bisher. „Nach vielen Jahren der Abhängigkeit haben wir nun in der Schweiz die Möglichkeit, unseren Kunden mit MySports ein eigenes Sportprogramm anzubieten. Es ist eine Chance, selbst am Markt aktiv zu sein und das Fernsehen rund um das Schweizer Eishockey mitzugestalten“, freut sich Nicolas Perrenoud, CEO der Quickline Group und Vorstandsmitglied von SUISSEDIGITAL.

 

Neue Beschwerdemöglichkeiten vor der UBI

logo_suisse Bern, 04.07.2016 – Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen UBI ist neu auch für Beschwerden gegen Online-Inhalte und weitere publizistische Angebote der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG zuständig. Der rechtliche Rahmen für diese zusätzliche Aufsichtstätigkeit ist weitgehend der gleiche wie für Verfahren gegen Radio- und Fernsehprogramme.

Die UBI war bis anhin ausschliesslich für die Behandlung von Beschwerden gegen Radio- und Fernsehprogramme schweizerischer Veranstalter zuständig. Ausgestrahlte Radio- und Fernsehsendungen und die Verweigerung des Zugangs zum Programm konnten beanstandet werden. Mit dem Inkrafttreten von Änderungen des Radio- und Fernsehgesetzes sind seit dem 1. Juli zusätzlich Beschwerden gegen Online-Inhalte und gegen weitere publizistische Angebote der SRG, die, wie der Teletext und die Informationsplattform Swissinfo, ebenfalls Teil des Programmauftrags bilden, möglich.

Das Verfahren entspricht weitgehend demjenigen für Radio- und Fernsehsendungen. Innerhalb von 20 Tagen nach Veröffentlichung der Publikation oder nach der Ablehnung eines Begehrens um Zugang kann eine Beanstandung bei der zuständigen Ombudsstelle eingereicht werden. Die Ombudsstellen vermitteln zwischen den Beteiligten und orientieren in einem Bericht über die Ergebnisse ihrer Abklärungen. Nach Abschluss des Verfahrens vor der Ombudsstelle kann Beschwerde bei der UBI erhoben werden. Diese hat zu beurteilen, ob das einschlägige Rundfunkrecht verletzt wurde. Dazu gehören insbesondere die Informationsgrundsätze wie das Sachgerechtigkeits- und das Vielfaltsgebot, die Beachtung der Grundrechte (z.B. Schutz der Menschenwürde, Diskriminierungsverbot) und der Schutz Minderjähriger.

Das Inkrafttreten der Gesetzesänderung bringt zudem eine Erweiterung der Beschwerdelegitimation vor der UBI. Bei persönlicher Betroffenheit sind neu sowohl in- wie auch ausländische Personen beschwerdebefugt. Nach wie vor beschränkt auf Personen mit Schweizer Bürgerrecht bzw. mit Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung bleibt die Beschwerdelegitimation bei der Popularbeschwerde.

Die UBI ist eine ausserparlamentarische Kommission des Bundes. Sie ist gerichtsähnlich organisiert und wird vom Churer Rechtsanwalt Vincent Augustin präsidiert. Die Beratungen der UBI sind in der Regel öffentlich und ihre Entscheide können beim Bundesgericht angefochten werden. Das Verfahren vor der UBI ist wie dasjenige vor den Ombudsstellen grundsätzlich kostenlos.

Service public im Medienbereich an die Digitalisierung anpassen

eidgenossenschaftBern, 17.06.2016 – Die Schweiz ist auch im Zeitalter des Internet und der Digitalisierung auf einen unabhängigen und umfassenden Service public im Medienbereich angewiesen. Um diesem Anspruch weiterhin gerecht zu werden, sollen die Rahmenbedingungen für die konzessionierten Radio- und Fernsehveranstalter auf nationaler und regionaler Ebene angepasst werden. Der Bundesrat kommt in seinem heute publizierten Bericht zum Schluss, dass sich für unsere von sprachlicher und kultureller Verschiedenartigkeit geprägte direkte Demokratie das bestehende Modell mit der SRG als grosser, in allen Sprachregionen verankerter Anbieterin bewährt hat und dieses den Service public in hoher Qualität gewährleistet. Das Modell eignet sich auch für die Zukunft am besten. Die Anforderungen an die SRG sollen – bei gleichem Budget – jedoch geschärft werden. Sie muss auch die Jungen, welche sich dem Internet zuwenden, besser erreichen.

Mit dem Postulat 14.3298 hat die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates den Bundesrat beauftragt, die Service-public-Leistungen der SRG unter Berücksichtigung der privaten Rundfunkanbieter zu überprüfen und darzustellen. Der Bericht zeichnet das Bild einer Medienlandschaft, die sich in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Die Digitalisierung hat die Mediennutzungsgewohnheiten verändert und die Medienangebote haben sich vervielfacht. Vor allem die junge Generation wendet sich zunehmend von den klassischen Medien ab. Junge Leute nutzen demnach die Service-public-Programme in deutlich geringerem Ausmass als ältere Menschen. Beispielsweise erreicht Fernsehen SRF nur zwei von zehn Menschen unter 24 Jahren, aber sieben von zehn in der Generation 60+.

Gebührenfinanzierter Service public weiterhin unerlässlich

Nebst den konzessionierten Service-public-Veranstaltern gibt es heute aufgrund der vereinfachten Verbreitungsmöglichkeiten eine Vielzahl an Radio- und Fernsehangeboten. Sie müssen keinen Leistungsauftrag erfüllen und erhalten keine Gebührengelder. Deren kommerzielle Programme sind in der Regel auf Unterhaltung ausgerichtet. Aus dem Werbemarkt lassen sich hingegen ressourcenintensive Angebote aus den Bereichen Information, Kultur oder Bildung ohne Gebührenunterstützung nicht finanzieren.

Aus staatspolitischen Gründen und in Erfüllung des Verfassungsauftrags ist es für den Bundesrat unerlässlich, dass die Schweiz auch in Zukunft über einen mit einem solidarischen Gebührensystem finanzierten unabhängigen und umfassenden Service public verfügt. Unser föderalistisches, mehrsprachiges Land braucht eine alle Bevölkerungsgruppen berücksichtigende audiovisuelle Landschaft. Diese ist ein wesentlicher Faktor für die Integration aller gesellschaftlichen Gruppierungen (Sprachgemeinschaften, Menschen mit Sinnesbehinderungen, die verschiedenen Generationen, Personen mit Migrationshintergrund) und für das Funktionieren der direkten Demokratie. Gerade im Zeitalter des Internet mit seinem globalen, nahezu unüberschaubaren Angebot bilden qualitativ hochwertige Informations-, Kultur-, Bildungs- und Unterhaltungsangebote des nationalen Service public eine wichtige Orientierungshilfe für die Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz. Deshalb braucht es attraktive Inhalte, die ausländische Programme konkurrenzieren können.

Anpassung der Konzessionen

Der Bundesrat ist überzeugt, dass sich ein solcher unabhängiger und umfassender Service public praktisch nur mit einer grossen, in allen Sprachregionen verankerten Anbieterin sowie mit privaten Veranstaltern in den Regionen gewährleisten lässt. Das bestehende Modell hat sich bewährt und erfüllt die Anforderungen; es muss aber an die digitalen Verhältnisse angepasst werden.

Die Neukonzessionierungen im Jahr 2019 bieten die Gelegenheit, konkrete Anpassungen vorzunehmen. Bei den gebührenfinanzierten Lokalradios und Regionalfernsehen sind präzisere Vorgaben zu verankern, um regionale Informationsleistungen einzufordern. Von der SRG erwartet der Bundesrat, dass sich ihre Programme und Online-Angebote in Zukunft noch deutlicher als bisher von kommerziellen Inhalten unterscheiden. In der Konzession der SRG sollen der breite Umfang und das hohe Niveau bei der Information weiterhin den zentralen Pfeiler bilden. Bei der Unterhaltung sind Vorgaben anzustreben, welche die publizistische Leitbildfunktion der SRG sowie die Unterscheidbarkeit des Service public gegenüber rein kommerziellen Sendern sicherstellen. Ferner sollen die Anforderungen an die Integrationsleistungen der SRG erhöht werden. Sie soll mit ihren Angeboten da präsent sein, wo das Publikum – gerade auch das junge – ist.

Beibehaltung des bisherigen Finanzierungsumfangs

Der Bundesrat kommt zum Schluss, dass die heute der SRG zufliessenden Mittel ausreichen, um den Service public sicherzustellen. Sollte der Ertrag aus den Empfangsgebühren aufgrund des Bevölkerungswachstums weiter zunehmen, wird er eine Senkung der Gebührenhöhe für die Haushalte prüfen. Um die neuen Vorgaben zu erfüllen, ist die SRG gefordert, bei Produktion und Verbreitung auf Wesentliches zu fokussieren und ihre Mittel noch effizienter einzusetzen.

Rücksichtnahme auf die privaten Medien

Damit die Schweizer Medien weiterhin im Wettbewerb bestehen können, unterstützt der Bundesrat Kooperationen zwischen der SRG und privaten Medien wie auch zwischen den konzessionierten Regionalfernsehveranstaltern. Die aktuellen Werbeeinschränkungen, auch jene im Online-Bereich, sollen vorderhand bestehen bleiben. Damit wird ein gewisser wirtschaftlicher Ausgleich gegenüber den privaten Medien geschaffen.

Legitimation stärken

Der Bundesrat erwartet, dass sich der Service public als Dienst an der Gesellschaft in Zukunft besser legitimiert und seinen Mehrwert für die Gesellschaft deutlicher aufzeigt. In diesem Sinne ist ein verstärkter Dialog mit der Öffentlichkeit und der Politik unabdingbar.

Mittelfristig konvergentes Gesetz

Mittelfristig möchte der Bundesrat angesichts der Digitalisierung und der veränderten Mediennutzung das heutige Radio- und Fernsehgesetz zu einem Gesetz über elektronische Medien weiterentwickeln. Denn ein Gesetz, das nur Radio und Fernsehen umfasst, ist nicht mehr zeitgemäss.

Glasfaserkabelnetze übertragen EURO 2016 in Ultra-HD

suissedigitalDie meisten Kunden der bei SUISSEDIGITAL zusammengeschlossenen   Glasfaserkabelnetze haben die Möglichkeit, das Eröffnungsspiel sowie   die Spiele ab den Viertelfinals der Fussball-Europameisterschaften   2016 in Ultra-HD-Qualität zu geniessen. Voraussetzung ist ein entsprechend ausgerüstetes TV-Gerät.

Etliche Mitglieder von SUISSEDIGITAL, darunter auch UPC und   Quickline, bieten ihren Kunden ein TV-Erlebnis der besonderen Art:   Sie übertragen die auf SRF zwei in Ultra-HD-Qualität (UHD) gesendeten  Fussballspiele der EURO 2016. Es handelt sich dabei um das   Eröffnungsspiel Frankreich gegen Rumänien sowie um alle Spiele ab den  Viertelfinals (total 8 Spiele).

TV-Gerät mit HEVC/H.265 als Voraussetzung

Voraussetzung für den Empfang von UHD ist ein TV-Gerät mit   integriertem Decoder für HEVC/H.265 oder eine entsprechend   ausgerüstete Set-Top-Box. Die zurzeit eingesetzten Set-Top-Boxen im   Feld sind in der Regel nicht UHD-fähig. Am einfachsten ist der   Empfang, wenn das UHD-fähige TV-Gerät direkt an die Kabeldose   angeschlossen wird. „Dies ist ein grosser Vorteil, den nur die   Glasfaserkabelnetze bieten“, sagt Simon Osterwalder, Geschäftsführer   von SUISSEDIGITAL. So müssen zum Beispiel die Kunden von Swisscom TV   eine neue Set-Top-Box kaufen, um UHD zu empfangen. Ein weiterer   Vorteil ist die Leistungsfähigkeit des Kabelanschlusses:   Gleichzeitiges Telefonieren und Surfen im Internet sind   uneingeschränkt möglich; das Fernsehvergnügen wird dabei nicht   beeinträchtigt.

Eine Liste mit Glasfaserkabelnetzen, welche die EURO-Spiele in UHD   übertragen, findet sich auf der Internetseite von SUISSEDIGITAL:   http://ots.ch/MbbMe

SUISSEDIGITAL ist der Wirtschaftsverband der Schweizer   Kommunikationsnetze. Ihm sind 200 privatwirtschaftlich wie auch   öffentlich-rechtlich organisierte Unternehmen angeschlossen, die rund  2.5 Millionen Haushalte mit Radio, TV, HDTV, Internet, Telefonie und   weiteren Angeboten versorgen.

Auslandsangebot der SRG neu geregelt

swissinfo.chBern, 03.06.2016 – Der Bundesrat schliesst mit der SRG eine neue vierjährige Leistungsvereinbarung über das Informationsangebot für das Ausland ab. Bestandteile sind die zehnsprachige Internetplattform swissinfo.ch, die italienischsprachige Website tvsvizzera.it sowie die Zusammenarbeit mit den internationalen Fernsehsendern TV5 und 3sat. Der Bund beteiligt sich von 2017 bis 2020 mit knapp 20 Millionen Franken pro Jahr. Die SRG hat den gesetzlichen Auftrag, die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer über Aktuelles in unserem Land zu informieren und die mediale Präsenz der Schweiz im Ausland zu fördern.

Die neue Leistungsvereinbarung gilt für den Zeitraum von 2017 bis 2020. Hauptbestandteil bildet die Internet-Plattform swissinfo.ch mit ihren Texten, Bild-, Audio- und Videobeiträgen in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch und Russisch. Mit Abstimmungs- und Wahldossiers ermöglicht swissinfo.ch den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern auch weiterhin, ihre politischen Rechte in der Schweiz wahrzunehmen.

Mit der italienischsprachigen Internet-Plattform tvsvizzera.it richtet sich die SRG an die südliche Grenzregion und die Grenzgänger, aber auch an alle italienischsprachigen Personen. Die SRG wird zudem ihre bisherige Zusammenarbeit mit den internationalen Fernsehprogrammen TV5 (Französisch) und 3sat (Deutsch) weiterführen. Mit dieser Kooperation können in über 210 Ländern Fernsehsendungen mit Schweiz-Bezug ausgestrahlt werden.

Das Radio- und Fernsehgesetz verlangt vom Bundesrat und der SRG, dieses Angebot und die Finanzierung in periodischen Verträgen zu regeln. Mindestens die Hälfte der Kosten trägt der Bund. Im Vergleich zur ablaufenden Periode (2013 bis 2016) fallen die Bundesbeiträge in den nächsten vier Jahren rund 1,6 Millionen Franken tiefer aus.

In der neuen Leistungsvereinbarung werden auch qualitative und quantitative Vorgaben für die einzelnen Angebote formuliert. Zudem wird die SRG verpflichtet, über ihre Internet-Plattformen und die Kooperation mit TV5 und 3sat jährlich umfassend Bericht zu erstatten